Sicher am Arbeitsplatz?

Die Grünen wenden sich vehement gegen den schleichenden Kontrollwahn und Überwachung von MitarbeiterInnen. Daher brachte Samir Kesetovic, Grüner Arbeiterkammerrat aus Niederösterreich, im Rahmen der Sitzung des Arbeiterkammerparlaments einen Antrag für den Schutz der ArbeiternehmerInnen ein. Bereits im Vorfeld haben die sozialdemokratische und christlichen Gewerkschafter ihre Ablehnung deutlich gemacht.
Marie Ringler meint dazu: „Die Überwachung von MitarbeiterInnen steigert weder Produktivität noch Qualität. Im Gegenteil, alle Untersuchungen zeigen, dass dies zu Mobbing und Burn-Out führt. Nur ein positives Klima der Motivation und des Vertrauens zwischen ArbeitgeberInnen und MitarbeiterInnen bringt Verbesserungen in betrieblichen Abläufen und bessere Betriebsergebnisse.“
Die Tendenzen zur Überwachung sind aber bedrohlich, das beginnt bei der Videokamera, die auf SupermarktkassiererInnen gerichtet ist und endet mit dem Bespitzeln von privaten Emails und Telefonaten.
Kesetovic: „Die Ablehnung unseres Antrags empört uns. Wer wenn nicht die Arbeiterkammer muss klar gegen die Überwachung von MitarbeiterInnen auftreten?“
Eine Umfrage von Hitachi Data Systems zeigt einen bedrohlichen Trend: jeder zweite Betrieb überwacht den E-Mail-Schriftverkehr seiner MitarbeiterInnen routinemäßig, 24% führen derzeit keine Kontrollen durch, behalten sich die Möglichkeit aber für die Zukunft vor und 18% der Betriebe fühlen sich nicht veranlasst MitarbeiterInnen zu überwachen.
Als Gründe wurden Steigerung der Produktivität, Diebstahlschutz, Geheimhaltungsgründe und „volle Kontrolle“ über die MitarbeiterInnen angegeben.
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Wir überwachen die Überwacher!
Die Großparteien haben viel vor: einen orwell'schen Alptraum.
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